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Einspeisemanagement

Das Phänomen Einspeisemanagement (EinsMan oder auch Eisman genannt) tritt meist immer dann auf, wenn die vorhandene Netzkapazität die Menge des eingespeisten Stroms nicht komplett aufnehmen kann. Insbesondere an windreichen Tagen müssen dann auch Anlagen, die erneuerbare Energien erzeugen vom Netzbetreiber per Fernwirktechnik reduziert oder abgeschaltet werden.

Erstattung von Ertragsausfällen durch Einspeisemanagement Einsätze - Wir überwachen Ihre Anlagen und holen für Sie entgangene Erlöse wieder zurück.

Einspeisemanagementeinsätze und deren Erstattung basieren auf den Paragraphen 14 und 15 des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG). Wir erklären wer und was erstattet werden kann.

Einspeisemanagement-Service:

Je nach Energieträger (Biogas, Sonne oder Wind) und verfügbaren Informationen gibt es verschiedene Möglichkeiten der Erstattung. Wir überprüfen, was sich für Sie am meisten lohnt und wickeln den kompletten Erstattungsprozess von A bis Z für Sie ab. Dabei achten wir darauf, dass auch alle Boni und sonstigen Optimierungsmöglichkeiten berücksichtigt werden und können auch bis zu 3 Jahre in der Vergangenheit Erstattungen geltend machen.

Einspeisemanagement – rechtlicher Rahmen und Erklärungen

Warum wird abgeschaltet?
Einspeisemanagement beschreibt die temporäre Reduzierung der Einspeiseleistung von Stromerzeugungsanlagen aus Erneuerbaren Energien. Netzbetreiber sind im Sinne von § 14 EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz 2014) dazu legitimiert an ihr Netz angeschlossene Erzeugungsanlagen für Strom aus Erneuerbaren Energien, Kraft-Wärme-Kopplung und Grubengas über 100 kW installierter Leistung über Fernwirktechnik zu regeln. Für Photovoltaikanlagen greift diese Regelung bereits bei einer installierten Leistung von 30 kW. Im Rahmen der Eingriffe durch die vorgelagerten Netzbetreiber wird die Einspeiseleistung per Fernwirktechnik auf 60%, 30% oder 0% der Anlagenleistung reduziert. Ursächlich für die Eingriffe im Rahmen des Einspeisemanagements sind lokale Netzengpässe – also eine Überlastung der Netzkapazität. Die Regelungseingriffe führen zu finanziellen Einbußen Ihrer Anlage bzw. Ihres Anlagenparks, können allerdings über eine Ertragsausfallberechnung beim Netzbetreiber in Rechnung gestellt werden.

Vorsicht: Viele Anlagenbetreiber gehen davon aus, dass ihr Direktvermarkter oder Ihr Betriebsführer die Erstattung von Einspeisemanagement Einsätzen für sie regelt. Dies ist oft nicht der Fall und in den meisten Fällen ist diese Leistung dann auch entsprechend kostenpflichtig. -> Fragen Sie hier entsprechend nach!

§ 14 EEG:
Einspeisemanagement
Netzbetreiber dürfen unbeschadet ihrer Pflicht nach § 12 ausnahmsweise an ihr Netz unmittelbar oder mittelbar angeschlossene Anlagen und KWK-Anlagen, die mit einer Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung bei Netzüberlastung im Sinne von § 9 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, Satz 2 Nummer 1 oder Absatz 2 Nummer 1 oder 2 Buchstabe a ausgestattet sind, regeln, soweit

  • Andernfalls im jeweiligen Netzbereich einschließlich des vorgelagerten Netzes ein Netzengpass entstünde,
  • Der Vorrang für Strom aus erneuerbaren Energien, Grubengas und Kraft-Wärme-Kopplung gewahrt wird, soweit nicht sonstige Anlagen zur Stromerzeugung am Netz bleiben müssen, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems zu gewährleisten, und
  • Sie die verfügbaren Daten über die Ist-Einspeisung in der jeweiligen Netzregion abgerufen haben.

Bei der Regelung der Anlagen nach Satz 1 sind Anlagen im Sinne des § 9 Absatz 2 erst nachrangig gegenüber den übrigen Anlagen zu regeln. Im Übrigen müssen die Netzbetreiber sicherstellen, dass insgesamt diegrößtmögliche Strommenge aus erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung abgenommen wird.

(2) Netzbetreiber sind verpflichtet, Betreiberinnen und Betreiber von Anlagen nach § 9 Absatz 1 spätestens am Vortag, ansonsten unverzüglich über den zu erwartenden Zeitpunkt, den Umfang und die Dauer der Regelung zu unterrichten, sofern die Durchführung der Maßnahme vorhersehbar ist.

(3) Netzbetreiber müssen die von Maßnahmen nach Absatz 1 Betroffenen unverzüglich über die tatsächlichen Zeitpunkte, den jeweiligen Umfang, die Dauer und die Gründe der Regelung unterrichten und auf Verlangen innerhalb von vier Wochen Nachweise über die Erforderlichkeit der Maßnahme vorlegen. Die Nachweise müssen eine sachkundige dritte Person in die Lage versetzen, ohne weitere Informationen die Erforderlichkeit der Maßnahme vollständig nachvollziehen zu können; zu diesem Zweck sind im Fall eines Verlangens nach Satz 1 letzter Halbsatz insbesondere die nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 erhobenen Daten vorzulegen. Die Netzbetreiber können abweichend von Satz 1 Betreiber von Anlagen nach § 9 Absatz 2 in Verbindung mit Absatz 3 nur einmal jährlich über die Maßnahmen nach Absatz 1 unterrichten, solange die Gesamtdauer dieser Maßnahmen 15 Stunden pro Anlage im Kalenderjahr nicht überschritten hat; diese Unterrichtung muss bis zum 31. Januar des Folgejahres erfolgen. § 13 Absatz 5 Satz 3 des Energiewirtschaftsgesetzes bleibt unberührt.

Entschädigungsansprüche und Haftung bei Einspeisemanagement gemäß § 14 EEG regelt der § 15 EEG.

§ 15 EEG:
Härtefallregelung
(1) Wird die Einspeisung von Strom aus einer Anlage zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien, Grubengas oder Kraft-Wärme-Kopplung wegen eines Netzengpasses im Sinne von § 14 Absatz 1 reduziert, muss der Netzbetreiber, an dessen Netz die Anlage angeschlossen ist, die von der Maßnahme betroffenen Betreiber abweichend von § 13 Absatz 4 des Energiewirtschaftsgesetzes für 95 Prozent der entgangenen Einnahmen zuzüglich der zusätzlichen Aufwendungen und abzüglich der ersparten Aufwendungen entschädigen. Übersteigen die entgangenen Einnahmen nach Satz 1 in einem Jahr 1 Prozent der Einnahmen dieses Jahres, sind die von der Regelung betroffenen Betreiber ab diesem Zeitpunkt zu 100 Prozent zu entschädigen. Der Netzbetreiber, in dessen Netz die Ursache für die Regelung nach § 14 liegt, muss dem Netzbetreiber, an dessen Netz die Anlage angeschlossen ist, die Kosten für die Entschädigung ersetzen. (2) Der Netzbetreiber kann die Kosten nach Absatz 1 bei der Ermittlung der Netzentgelte in Ansatz bringen, soweit die Maßnahme erforderlich war und er sie nicht zu vertreten hat. Der Netzbetreiber hat sie insbesondere zu vertreten, soweit er nicht alle Möglichkeiten zur Optimierung, zur Verstärkung und zum Ausbau des Netzes ausgeschöpft hat. (3) Schadensersatzansprüche von Anlagenbetreiberinnen und -betreibern gegen den Netzbetreiber bleiben unberührt.